TARIC – Der EU-Zolltarif einfach erklärt
TARIC – Der EU-Zolltarif einfach erklärt
Wer Waren in die EU importiert oder innerhalb der EU vertreibt, kommt am Begriff TARIC nicht vorbei. Doch was steckt genau dahinter, warum ist er so wichtig und wie können Onlinehändler:innen, Importeure und Marken davon profitieren? In diesem Artikel erklären wir die Grundlagen des TARIC-Systems, seine Bedeutung im internationalen Handel und zeigen dir praxisnahe Tipps für eine fehlerfreie Nutzung – inklusive einem smarten Automatisierungstipp mit noknots.
Was ist TARIC (EU-Zolltarif)?
TARIC steht für „Tarif Intégré de la Communauté“, also den integrierten Zolltarif der EU. Es ist ein elektronisches System, das alle zoll- und handelspolitischen Maßnahmen auf EU-Ebene bündelt und auf Basis der internationalen Warennummernsysteme (HS, KN) eine 10-stellige Warencode-Struktur bereitstellt.
Aufbau des TARIC-Codes
Ein vollständiger TARIC-Code besteht typischerweise aus 10 Ziffern:
- Die ersten 6 Stellen entsprechen dem internationalen HS-Code – der Basis für Produktklassifikation.
- Die nächsten 2 Stellen sind der KN-Code, ein EU-spezifischer Zusatz zur weiteren Differenzierung.
- Die letzten 2 Stellen (Position 9–10) verfeinern die Klassifizierung und codieren spezifische EU-Vorschriften wie Zollsätze oder Einfuhrbeschränkungen.
Beispiel:
- 6109.10 → HS-Code für Baumwoll-T-Shirt
- 6109.10.00 → KN-Code
- 6109.10.00.10 → TARIC-Code mit konkreter EU-Zollmaßnahme
Warum TARIC so wichtig ist – Zölle, Regeln & Effizienz
TARIC-Codes sind entscheidend, weil sie direkt beeinflussen:
- Zollsätze und Abgaben
- Handelsmaßnahmen wie Importbeschränkungen, Quoten, Antidumpingzölle oder Lizenzanforderungen
- Zollabwicklung & Clearance: Korrekte Codes ermöglichen eine reibungslose, automatisierte Zollabwicklung – ansonsten drohen Verzögerungen, Mehrkosten oder Sanktionen
- Statistiken & Handelspolitik: Die Codes bilden die Grundlage für EU-weit einheitliche Handelserfassungen
Wer nutzt den TARIC-Code?
- Importeure, die Waren in die EU einführen
- Onlinehändler:innen & Marken, die Produkte über Plattformen wie Amazon, Shopify oder eigene Shops versenden
- Speditionen & Zollagenturen, die Zolldokumente korrekt abwickeln müssen
Ohne präzise TARIC-Codierung riskierst du Lieferverzögerungen, geringe Transparenz und hohe Zusatzkosten.
Typische Herausforderungen im Umgang mit TARIC
- Unscharfe Produktangaben – kleine Unterschiede führen zu verschiedenen Codes
- Regelaktualisierungen – die TARIC-Datenbank verändert sich ständig, teils ohne lange Vorankündigung
- Manuelle Rechercheaufwände – fehleranfällig und ineffizient
- Fehlende Automatisierung – hohe Ressourcenbelastung bei großen Sortimentsbreiten
Tipps für die Praxis – inkl. KI-Automatisierung
- Lieferanten einbinden: Verlange HS- oder KN-Codes als Grundlage deiner TARIC-Nutzung
- Dokumentation pflegen: Weise TARIC-Codes klar und nachvollziehbar pro Produkt nach – wichtig für Zollkontrollen
- Daten regelmäßig aktualisieren: Stelle sicher, dass Änderungen im Zolltarif zeitnah in dein System einfließen
- TARIC-Codes mit KI automatisieren: Mit noknots kannst du TARIC-Nummern voll automatisiert ermitteln – die KI analysiert Produktname und Beschreibung und weist zuverlässig den passenden Zolltarifcode zu. Das spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für reibungslose Zollabwicklung.
Fazit: TARIC richtig genutzt – Wettbewerbsvorteil sichern
Die TARIC-Klassifizierung ist kein Papiertiger, sondern essenziell für reibungslosen sowie rechtssicheren Handel in der EU. Ein sauber gepflegtes, aktualisiertes System schafft Sicherheit, Effizienz und Vertrauen bei Behörden und Kunden.
Effizient & zukunftssicher: Mit der AI-gestützten TARIC-Zuweisung durch noknots ersparst du dir manuelle Recherche, vermeidest Fehler und profitierst von einer intelligenten Zollabwicklung für deinen E-Commerce-Handel.
